wer denkt denn daran, ende oktober schon die wasserleitungen leerlaufen zu lassen und die abflüsse mit frostschutzmittel zu sichern? und wer glaubt denn, daß es noch vor weihnachten eine derartige klirrende und mehrere tage anhaltende kälte gibt?
nach einigen tagen und nächten mit deutlichem frost bekam ich heute abend panik. ja, wir sind übermorgen im gartenhaus und werden heizen. aber für heute nacht, morgen und morgen nacht sind bis zu minus 17 grad angekündigt - panik!
also rufe ich den ex-bauleiter an und hinterlasse eine nachricht auf der mailbox. eine stunde später rufe ich den tischlerfreund an und frage ihn, was er denkt. mhm, sagt er. naja. mhm. schon sehr kalt. mhm. oh himmel! na, sagt er, ich rufe mal den ex-bauleiter an. mal sehen, was er sagt. zur not können wir ja mal hinfahren...
fünf minuten später ruft die floristenfreundin an: der bautischlerfreund und der ex-bauleiter fahren ins gartenhaus und lassen die stränge leerlaufen. oder heizen. oder beides. jedenfalls hätte der tischlerfreund zwei flaschen bier mitgenommen, falls es länger dauert.
da fahren sie, durch zehn zentimeter schnee und ungeräumte straßen; einen schlüssel zur villa hildegard hat ja jeder von ihnen - und hilfsbereitschaft und eine spur abenteuerlust und tätige freundschaft. es ist kurz vor weihnachten und wir haben einen eigenen winterdienst, gott sei dank!
ps: soeben ein anruf vom tischlerfreund. sie würden gerade die einrichtung verheizen und es sich am kaminofen gemütlich machen. ja, was denn? na sicher würden sie den kaminofen heizen, sie trinken doch ihr bier nicht im kalten! und außerdem wäre das propangas so gut wie alle. er würde dann morgen gleich eine neue flasche besorgen...
pps: natürlich verheizen sie nicht die einrichtung. holz ist nämlich genug da!
Freitag, 18. Dezember 2009
Samstag, 24. Oktober 2009
das neue beet an den stufen
die pflanzen für die neuanpflanzung unseres beetes an den stufen zum gartenhaus stehen bereit. als erstes messen wir mit einem zollstock die mitte der fläche aus und markieren die fläche mit gespannter schnur.
dann folgt die langwierigste arbeit: alle pflanzen werden in ihren töpfen auf das beet gestellt und unser vorher zuhause ausgearbeiteter pflanzplan dabei leicht abgewandelt. wir überlegen uns farbverläufe und stellen uns die verschiedenen höhen der stauden vor. dabei laufen wir ständig um das beet herum, um alle möglichen blickwinkel auf die fläche zu überprüfen. dann werden alle nötigen pflanzabstände mit dem zollstock genau ausgemessen.
das eigentliche pflanzen von innen nach außen geht dann verhältnismäßig schnell. über den winter werden alle pflanzschilder im beet bleiben, damit wir im nächsten frühjahr den neuaustrieb auch zuordnen können.
das laub der einzigen "alt"pflanze, die im beet bleiben durfte (eine rosablühende pfingstrose), haben wir bewußt nicht zurückgeschnitten. es war sehr hilfreich, um sich höhe und umfang der anderen größeren stauden im beet vorzustellen.
und hier die liste der pflanzen, die sich nun dort befinden:
päonien (2x), agastache rugosa-hybride 'blue fortune' (2x), agastache 'black adder', eryngium planum (3x), sedum hybride 'karfunkelstein' (3x), veronica austriaca ssp. teucrium 'knallblau' (13x), helianthemum (6x: 2 'ellen', 2 'schneeball', 2 lawrenson's pink'), sedum cauticola 'robusta' (6x), dianthus plumarius (36x).
Freitag, 23. Oktober 2009
quittenbaum, 15 euro
ich weiß wirklich nicht, wovon unser baumschuler lebt, wenn er für diesen preis verkauft. aber er tut es: verkaufen und leben. nach dem pflanzschnitt ist unsere neue apfelquitte 'wudonia' 2,80 m hoch. unser auto mutiert zum quittenmobil, die kleine baumkrone guckt aus dem beifahrerfenster heraus - anders wäre sie nicht von uns zu transportieren gewesen. wir muten ihr maximal 70 km/h auf der landstraße zu... noch schnell im baumarkt einen pflock gekauft, zurück im garten den platz für die quitte anhand des alten baumrasters im garten festgelegt, loch gebuddelt, pfahl eingeschlagen, quitte vorsichtig festgetrampelt, angebunden und angegossen, baumscheibe gemulcht.

ps: die reifen quittenfrüchte, die das bäumchen trug, waren übrigens im preis inbegriffen!
ps: die reifen quittenfrüchte, die das bäumchen trug, waren übrigens im preis inbegriffen!
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Sonntag, 11. Oktober 2009
Samstag, 10. Oktober 2009
Sonntag, 13. September 2009
septemberpflaumensonntag
mit hilfe einer pflückstange mit teleskopstiel hat der gartenherr alle pflaumen von unserem terassenbaum geerntet. mit hilfe der floristenfreundin, die wesentliches equipment geliehen hat - als da wären: leere gläser, sehr großer topf, waage, pürierstab, kleine kelle, gelierzucker und zimt - habe ich aus fünf kilogramm pflaumen, die in diesem jahr besonders groß und saftig waren, 16 gläser pflaumenmarmelade - äh, -konfitüre - ähm, nein, pflaumenfruchtaufstrich hergestellt. und einen bandwurmsatz zustande gebracht...
drei kilo pflaumen wurden mit recht viel, anderthalb kilo mit nur etwas und weitere anderthalb kilo früchte ganz ohne zimt angereichert. die hilfe-geber wurden mit produkten der tätigkeit entlohnt; der vorbesitzer (vulgo: papa) bekam auch ein glas, weil er eben der papa ist!
was gibt es schöneres, als an einem regnerischen und überraschend kalten septembersonntag im gartenhaus marmelade zu kochen? (wir sagen jetzt marmelade, in ordnung? schließlich will ich das zeug ja nicht in den handel bringen und muß mich daher nicht an die eu-richtlinien halten...)
folgendes haben wir gelernt: die terassenpflaumen sind mitte september reif. guck an! pflaumen haben viele mitbewohner und sind dieses jahr recht schorfig - die ersteren wandern auf den kompost, und das zweite problem wird durch herausfischen möglichst vieler pflaumenhäutchen aus der heißen masse gelöst. es ist möglich und keine geheimwissenschaft, marmelade zu kochen, ohne sich dabei schwere verletzungen zuzuziehen. (der wespenstich des gartenherren stand nicht, ich betone: nicht im zusammehang mit der pflaumenernte und -verarbeitung!) das zeug ist köstlich, und es ist genug davon da.
und da ich mich dazu bekenne, mit pflanzen zu sprechen, habe ich bei dieser gelegenheit zu dem alten, morschen baum gesagt: das hast du gut gemacht!
übrigens: es gibt da noch jemanden, der bäumen dankt. in seinem falle waren es aprikosen...
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