Sonntag, 22. März 2026

Märzabschied

Der Gartenherr meint, das abgeschnittene Gras im Beet an den Stufen sieht aus wie ein Igel...
 

Des Zimmermanns Meinung

Bevor wir heute Nachmittag nach Hause fahren, nehmen wir uns wieder Zeit zum "Spinnen": Wir legen eine weiße Plane in einer Ecke des neuen Gartenhauses auf die Balken, um die Höhe und den Eindruck einer neuen Zwischendecke zu simulieren.

Die Meinung des Zimmermanns gestern abend war sehr präzise: Die Dachdeckung, d.h. die Teerschindeln müssen runter! 

Neuer Dachaufbau - also Dämmung, Folie und neue Deckung (wie wir es uns wünschen würden z.B. mit verzinktem Doppelstehfalzblech).

Dachstuhl erhalten ("Warum soll man das Alte wegschmeißen?!"), Zwischendecke auf den Balken neu einziehen, darauf nochmals dämmen. 

Der Mann ist also im "Team Zwischendecke", und für uns - Stand heute - klingt das gut! Wir nennen das jetzt die "Sandwich"-Idee: Neue Dachdeckung - alter Dachstuhl - neue Zwischendecke.

Darüber werden wir jetzt nachdenken.


Samstag, 21. März 2026

Befundungen, Ideen und Abstimmungen

Bei dem schönen Wetter gibt es gerade ganz gutes Licht für weitere Fotos unserer Baustelle.

Wir erwarten heute Abend einen Zimmermann, der uns seine spontane Meinung über unseren Dachstuhl sagen wird. Es gibt theoretisch ja viele Möglichkeiten, aber wir tendieren dazu, bei dieser Sanierung "den Ball etwas flacher zu halten" als bei der Sanierung der Villa Hildegard im Jahr 2007.

Gestern Abend am Feuer kam es zu einer spontanen Abstimmung unter den Gästen (ohne Rücksicht auf finanzielle Erwägungen): Ich war, zusammen mit einer Freundin, im "Team Zwischendecke"; d.h. es würde wieder eine Zwischendecke eingezogen, aber dieses Mal auf statt unter den Dachbalken (die Idee einer Architektenfreundin im Dezember). Damit würden wir 15 bis 20 Zentimeter Höhe gewinnen. Die Mehrheit der Gäste war allerdings im Team "offen bis zum First". 

Mein Vater hätte gesagt: "Hamm'wer es denn nur so dicke?!" Tja...



 

Freitag, 20. März 2026

Ein guter Tag, eine kalte Nacht, viele Ideen

Heute wird der zweite Container voll: Die Zwischenwand mit der Nische ist komplett herausgerissen, und ebenso die Zwischendecke über der "Küche". Das ist ein sehr guter Zwischenstand an einem Tag, an dem es sowieso etwas zu feiern gibt.

Wir haben zum Abend Gartennachbarn, Freunde und Familie eingeladen. Es gibt Suppe und Feuer und Bier und Begutachtungen unserer Baustelle und viele gute Ideen und Aufmunterungen.


Der letzte Gast ist der wunderbare Wacholderentferner, der sich kurz vor Mitternacht auf seinen 100-m-weiten Heimweg macht in einer winterkalten Märznacht...

PS: Diese alte Heizplatte, die wir in unserem neuen Gartenhaus gefunden haben, kann leider nur An und Aus. Und An meint vulkanheiß. Kommt also auch leider mit auf den Schrott...

 

Donnerstag, 19. März 2026

Psychohygiene - so wichtig!

Zum Feierabend von seiner Computerarbeit meint der Gartenherr, daß er heute in der Stimmung wäre, etwas einzuschlagen.

Nichts leichter als das! Wir haben hier in einer Zwischenwand eine ominöse Nische, die ist mit einem großen Hammer recht schnell geöffnet und trägt - zusammen mit einem Bier natürlich - zur Wiedererlangung der Gemütsruhe bei.



 

Kiefer im tiefen Licht

Während die Abbrucharbeiten heute ruhen, habe ich mich weiter im Garten bzw. den beiden Gärten beschäftigt. Es gibt jede Menge Nachbarn, die bei dem recht schönen Wetter vorbeilaufen, grüßen und sich freuen, wenn ich sie zum Teil hereinbitte und gucken lasse.

Der Gartenherr sitzt derweil in unserem ersten Gartenhaus am Computer und arbeitet.

Unsere Kiefer hier wurde übrigens von ihm auf den Namen Sutherland getauft!
 

Mittwoch, 18. März 2026

Durchbruch

Nachdem die Altlasten auf dem Dachboden entsorgt sind, kommt es heute noch zu einem ersten großen Durchbruch! Wir wollen nämlich, daß die Zwischendecke komplett entfernt wird.

Und auch die Zwischenwände. Das klitzekleine Haus ist/war nämlich in drei winzige Räume unterteilt; und die Zwischendecke war so niedrig, daß der Gartenherr sie anfassen konnte, also nur gute zwei Meter hoch. Und das alles geht gar nicht!

Außerdem müssen wir den Dachstuhl offenlegen, um begutachten zu lassen, ob damit alles in Ordnung ist und zu überlegen, wie wir mit all dem umgehen wollen.

Aber erst einmal entsteht - wie bei jedem Rückbau bzw. Abriß - jede Menge Chaos. In unserem Fall haben wir übrigens Glück: Da das Haus schon fast hundert Jahre alt ist, gibt es keinen Rigips in den Decken, sondern - Sauerkrautplatten! Trara!

Die Zeitungen sind von Anfang der 2000er Jahre und lagen unter der Dämmung aus Mineralwolle. Der Container jedenfalls wird heute voll.

Also bestelle ich sofort für morgen die Abholung und einen weiteren Container, was problemlos möglich ist.

Was für ein Fortschritt an nur einem Arbeitstag!

 

Beginn der Bauarbeiten - Rückbau

Heute wird es ernst - der Rückbau beginnt! Der örtliche Containerdienst liefert gleich morgens den gewünschten Container; und ich hatte vorgestern schon die erforderlichen großen Säcke besorgt, die man braucht, wenn man Mineralwolle entsorgen will. 

Zum Glück kann man unser neues Grundstück befahren bzw. eben Container darauf abstellen, so daß wir hier keine öffentlichen Gartenwege blockieren müssen.

Mineral- oder auch Glaswolle wird nur im "Vollschutz" bewegt, also schmeißt sich unsere Hilfe, die wir dafür engagiert haben, in einen weißen Anzug, Staubmaske und Schutzbrille und stopft auf dem Dachboden das Zeug in die dafür vorgesehenen Säcke.


Das ist keine leichte Arbeit, um es diplomatisch auszudrücken, und natürlich gibt es entsprechendes Catering mittags und nachmittags, isjaklar. Ohne Mampf kein Kampf.

 

Dienstag, 17. März 2026

Weg mit dem Wacholder

Am Nachmittag kommt ein anderer sehr lieber Gartennachbar vorbeigeschlendert und fragt, ob er nun doch die elektrischen Heizkörper aus unserem zweiten Gartenhaus haben könnte; er hätte sich überlegt, daß er sie doch brauchen könne. Kann er, wenn er sie selbst abbaut, was für ihn selbstverständlich ist. Gesagt, sofort getan.

Nach dem Abtransport kommt er noch einmal zurück und schwatzt und schaut (während ich weiter an den Beetrosen herumschneide) und fragt dann, was denn mit dem Wacholder sei. 

Der Gartenherr hatte ursprünglich dafür plädiert, ihn erst einmal stehen zu lassen und eine Saison anzugucken. Allerdings hat dann des Wacholders offensichtliche Größe und Häßlichkeit, offenbar geworden durch das Entfernen der benachbarten Konifere, seine Meinung geändert.

Der könne eigentlich weg, sag ich dem Gartennachbarn. Na, dann würde er jetzt seine Kettensäge holen. Mußt Du nicht, sag ich. Will ich aber, sagt er, und: Er würde dann gleich seinen Anhänger mit herschieben, damit wir alles gleich aufladen und er es entsorgen könne!

Ich war baff. Ähm, ok, gut, na dann, wenn Du willst...
Tja, gesagt, getan! Er schneidet das Ding klein, ich schmeiße alles auf seinen Anhänger, dann harken wir noch all die braunen Nadeln zusammen, die sich kiloweise unter diesem ollen Ding angesammelt haben. Dann gibt es noch Kuchen oder Bier, ich weiß gar nicht mehr, es gibt immer irgendwie alles; jedenfalls versuche ich jeden, der hilft, gut zu versorgen.

Und schwupp! sind wir den Wacholder los!


Rosenschnitt-Premiere

Ich habe in den letzten Monaten unzählige Videos über Rosenschnitt geguckt, weil wir in unserem neuen Garten nun plötzlich etliche Rosen unser eigen nennen. Dabei auch dieses Monster an der Gartenpforte, welches mehr schlecht als recht über einem viel zu instabilen Rosenbogen liegt, welcher seltsamerweise nicht über dem Weg, sondern seitlich davon steht.

Die Rose blüht tatsächlich im Sommer immer einmal recht schön, sie hat einfache, ungefüllte Blüten und ist also wertvoll für die Bienen. Daher will ich sie erst einmal schneiden und dann im Sommer gucken, wie sie darauf reagiert und ob wir sie behalten wollen.

Das Problem: Während ich schneide, neigt sich der sowieso schon schiefe Rosenbogen immer mehr zu Seite und beginnt, auseinanderzufallen. Offenbar hat die Rose ihn gehalten statt umgekehrt.
Also beschließe ich, den Rosenbogen vom Gartenherren entfernen zu lassen, und stattdessen einige der längsten und jüngsten Triebe in einem Bogen über die Gartenpforte zu führen und am Zaun festzubinden.
Ich habe keine Ahnung, ob das hier ein Rambler oder eine Kletterrose ist, aber das Biest ist schwer bewaffnet und hat so lange Triebe, daß ich es eher für einen Rambler halte. Wir werden sehen...


Sonntag, 15. März 2026

Dachboden ausgeräumt

Heute haben wir mit Hilfe eines freundlichen Gartennachbarn den Dachboden unseres neuen Gartenhauses ausgeräumt. Und man glaubt nicht, was und wieviel dabei auftaucht - vom DDR-Staubsauger über diverse Teppiche (Dämmung!) bis hin zum "Mutzbratengrill"!

Der Knüller jeder Gartenparty. Naja.


 

Samstag, 14. März 2026

Sonntag, 1. März 2026

Tröstlicher Anblick

Das Gute an all dem, was wir uns an Umbau, Sanierung und Veränderung in unserem dazugekauften neuen Gartenteil vorgenommen haben, ist, daß wir davon auch immer abschalten können!

Wir setzen uns einfach auf unsere Terrasse mit dem Rücken zu dem neuen Gartenteil und den kommenden Baustellen und gucken in unseren "alten" Garten und genießen unser "altes" Gartenhaus.

Deshalb achte ich auch darauf, unserem alten Gartenteil genug Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. So habe ich jetzt in diesen Tagen die meisten Stauden hier schon zurückgeschnitten. Weil es aber noch so früh im Jahr ist, habe ich sie nicht geschreddert oder verbrannt, sondern das Schnittgut vorsichtig auf einen der Komposter gebettet. So können all die Insekten, die dort drin überwintern, langsam aufwachen und hoffentlich das Weite suchen. Ich habe z.B. sehr viele Marienkäfer gesehen. Verwirrte Marienkäfer, um genau zu sein...

Wir fahren jetzt nach Hause und wissen, daß wir Mitte März wiederkommen; es gibt einen festen Termin mit dem ersten Handwerker, der unser neues Gartenhaus anfassen wird. Es geht erst einmal um Rückbau und "Befundung", wie die befreundeten Bauingenieure und Architekten das nennen. Stay tuned!