Am Nachmittag kommt ein anderer sehr lieber Gartennachbar vorbeigeschlendert und fragt, ob er nun doch die elektrischen Heizkörper aus unserem zweiten Gartenhaus haben könnte; er hätte sich überlegt, daß er sie doch brauchen könne. Kann er, wenn er sie selbst abbaut, was für ihn selbstverständlich ist. Gesagt, sofort getan.
Nach dem Abtransport kommt er noch einmal zurück und schwatzt und schaut (während ich weiter an den Beetrosen herumschneide) und fragt dann, was denn mit dem Wacholder sei.
Der Gartenherr hatte ursprünglich dafür plädiert, ihn erst einmal stehen zu lassen und eine Saison anzugucken. Allerdings hat dann des Wacholders offensichtliche Größe und Häßlichkeit, offenbar geworden durch das Entfernen der benachbarten Konifere, seine Meinung geändert.Der könne eigentlich weg, sag ich dem Gartennachbarn. Na, dann würde er jetzt seine Kettensäge holen. Mußt Du nicht, sag ich. Will ich aber, sagt er, und: Er würde dann gleich seinen Anhänger mit herschieben, damit wir alles gleich aufladen und er es entsorgen könne!
Ich war baff. Ähm, ok, gut, na dann, wenn Du willst...
Tja, gesagt, getan! Er schneidet das Ding klein, ich schmeiße alles auf seinen Anhänger, dann harken wir noch all die braunen Nadeln zusammen, die sich kiloweise unter diesem ollen Ding angesammelt haben. Dann gibt es noch Kuchen oder Bier, ich weiß gar nicht mehr, es gibt immer irgendwie alles; jedenfalls versuche ich jeden, der hilft, gut zu versorgen.
Und schwupp! sind wir den Wacholder los!

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