Freitag, 12. Oktober 2007

und noch ein gemetzel fällt aus

anrücken beim bautischlerfreund: haustür gucken. das muß ich in seiner werkstatt machen, weil in meinem haus ist sie ja noch nicht! nachdem er gestern abend schon seinen vielerprobten dackelblick ein paar stunden lang um entschuldigung heischend auf uns gerichtet hatte, empfängt er uns jetzt in seiner werkstatt mit eben diesem.

dazu sollte ich vielleicht erklären, daß wir beim bautischlerfreund und seiner frau, der richtkranzherstellerfreundin übernachten. weil wir ja noch nicht in unserem eigenen haus übernachten können!

also: dackelblick. lächeln lächeln lächeln. und dann das totschlagsargument, die allzweckwaffe, der schlüsselreiz, auf den ich immer immer reagiere: er zeigt auf unsere tür. da liegt sie, erst halbfertig, und er ist gerade jetzt dabei, an ihr zu arbeiten. und ist jetzt schon schön, wunderschön, geradezu großartig in meinen augen. wieder so ein stück gutes handwerk, wie er es schon mit den fenstern abgeliefert hat. wie er es immer abliefert, wenn er denn endlich mal was liefert.

fragender dackelblick zu mir: ja doch, ich liebe ihn, ich liebe seine arbeit, und er weiß es ja. und ich will es auch nicht verbergen. warum auch?

ich hab' ja keinen igel zu kämmen, wie man hier sagt. ich muß nicht einziehen in die villa hildegard, ich möchte nur, daß sie auch mal fertig wird. und das dauert eben; das hat seine gründe. und manchmal hat es eben keine gründe. so what?! aber was sie machen, meine handwerker, wenn sie es machen, ist immer schön. nein, es ist großartig.

das gemetzel fällt aus

heute früh um neun treffen mit dem bauleiter vor ort. in erwartung preußischer truppen hatte der mann vorgesorgt: als ich als erstes außen um mein haus lief, hörte ich von innen ein geräusch, ein ticken oder tropfen? was ist das? der bauleiter grinst: naja, ich dachte, morgens will man es im bad doch warmhaben, oder?

charmeoffensive erster teil: eine gasflasche, die er extra mitgebracht hatte, um uns den gaswandheizer in aktion zu zeigen. und trotz fehlender türen war es warm im bad! naja, zumindest, wenn man direkt vor dem heizenden heizer stand...

charmeoffensive zweiter teil: espresso, vor ort frischgekocht! und genau dort, wo später unsere küchenzeile stehen wird und heute noch kein fußboden, sondern nur eine kiesschicht existiert. auf einem ebenso extra mitgebrachten miniaturcampingkocher und aus einem espressokännchen. mit porzellantassen und möchtest du zucker? milch? ein löffel zum umrühren vielleicht? und lächeln lächeln lächeln.

mhm, das funktioniert. preußen, die es warm haben und frischen espresso bekommen, zeigen keine volle kampfbereitschaft mehr. dem bauleiter heute den kopf abzureißen wegen terminverzug am bau fällt also aus. gnädig.

aber beim nächsten mal will ich champagner!

Mittwoch, 10. Oktober 2007

die haustür und der nächste festungskandidat

eben mit dem tischlerfreund wegen der größe des fensterausschnitts in der haustür telefoniert. er so, mit der säge in der einen und dem telefon in der anderen hand in seiner werkstatt: also, wenn ich da jetzt reinschneide, ist das endgültig! also überlegt's euch nochmal und ruft zurück.

also überlegen wir noch einmal: der tischler sagt, in der höhe könnte es das maß der flügel der beiden fenster rechts und links in der fassade haben. das ist schön, dann steht das alles auf einer linie und zappelt nicht herum. aber die selbe breite eines flügels - vierzig zentimenter? och nö, wir entscheiden uns für zwanzig zentimeter, also die hälfte. schießscharten-format scheint uns klassisch genug für eine haustür.

Dienstag, 9. Oktober 2007

das zwiebelt!

die neuen bilder von fenstern und gaswandheizer kamen heute per mail vom bauleiter, begleitet von den dürren worten: habt ihr schon gehört, dass dieses jahr kein zwiebelmarkt stattfindet?

was übersetzt bedeutet: der fertigstellungstermin für die schlafbereitschaft ist nicht zu halten. wir wollten nämlich kommendes wochenende zum ersten mal in der villa hildegard übernachten...

das kommt jetzt nicht überraschend, erinnert mich aber doch daran, wie ein preußischer könig mit solchen nachrichten umzugehen pflegte: auf terminverzug am bau wurde von ihm gern mit dreißig tagen haft für den verantwortlichen auf der festung spandau reagiert. sofort anzutreten. der so bedachte erfuhr vom königlichen zorn durch mindestens zwei wachsoldaten, die bei ihm erschienen und freundlichst zum unverzüglichen aufbruch mahnten. pack schon mal dein köfferchen, bauleiter!

zu- oder abluft?


es ist zwar schade um die schöne außenhülle des anbaus, aber wer einen gaswandheizer im bad haben will, der braucht auch einen auspuff. ähm, abluftausgang? abgasentsorgungsaustritt? nein? andersherum vielleicht: frischluftzufuhrstutzen? was immer es ist, es ist pflicht. und irgendwie auch schön geworden: hat der bauleiter höchstselbst durch die geliebte bauhülle hindurchgeführt.

Montag, 8. Oktober 2007

herbstfenster


ja, wir haben fenster! nicht nur fensterrahmen, sondern jetzt auch fenster.

Montag, 1. Oktober 2007

sans souci

ja, natürlich gibt es auch an der vorderen fassade schon ein fallrohr an der regenrinne! nichts spritzt hier herum, das wasser wird schön vom haus weggeleitet. nur: wohin eigentlich? mhm...