Montag, 12. Februar 2007

biberschwänze

ob wir alte biberschwänze für unser dach wollen, hatte der bauleiter noch gefragt. äh, ja, naja, müssen wir denn das dach auch jetzt machen? mhm. schön ist es nicht mit seinen grauen teerschindeln, aber noch dicht. beim nachrechnen komme ich dann allerdings darauf, daß diese dacheindeckung jetzt auch schon zwanzig jahre alt ist: es war ein geschenk zum 75. geburtstag meiner oma hildegard, geburtsjahr 1912.

aber ein dichtes dach aufnehmen? ach! nicht aufnehmen, sagt der bauleiter, das kann so bleiben, da kommt eine weitere lattung drauf, die dann die biberschwänze trägt. einfach gesagt. aha, sag ich. und er sagt: und dann brauchen wir auch von innen nicht zu dämmen und mit rigips zu verkleiden! ah! achso! das heißt, es könnten auch die sparren und die holzverkleidung sichtbar bleiben, weiß gekalkt natürlich, isjaklar. ja, sagt er, ganz genau, und außen drauf kommen die schicken alten biberschwänze. falls ich sie haben will?

ja, aber gern auch vorher ein kostenangebot, wieviel das dach dann kostet. außer den materialkosten (wird ein freundschaftspreis - sie kommen sozusagen von einem befreundeten dach) und den kosten für einen knecht, der beim bergen hilft.

54 minuten am telefon

... gehe heute nochmals mit einer baufirma zur villa... genaue absprachen arbeitsumfang für angebot notwendig... melde mich...

die mail kam heute morgen kurz vor zehn, eben dann fast eine stunde mit unserem bauleiter am telefon, um - na eben - den arbeitsumfang für ein angebot der baufirma im detail zu besprechen. das angebot kommt noch diese woche, nächste woche hätte die firma zeit, die ersten abriß- und sondierungsarbeiten, von mir archäologische grabungen genannt, zu machen. nächste woche schon, endlich, schon!

Montag, 5. Februar 2007

der nächste schritt

anruf bauleiter: morgen beguckt er mit einer kleinen baufirma, die er für geeignet hält, grundstück und haus. nein, er sagt nicht objektbegehung - danke! er sagt: handwerker haben oft gute ideen, ich frag' die immer gern. mhm, klingt logisch - macht man das nicht immer? oh nein, sagt der bauleiter, von architekten werden handwerker nie was gefragt...

es geht los!
es geht los!
es geht los!

der berühmte lachanfall

ich habe wirklich keine erinnerung mehr daran, warum mich der auftritt dieses kindes so zum lachen gebracht hat. und es ist auch nicht mehr herauszubekommen, wer von der familie in diesem moment auf den auslöser gedrückt hat. aber alle erinnern sich an das lachen. und die spielschürze.

das ist mein garten!

bautischler löchern

spätsonntagabendlich, beim bier: ja doch, lärche als verkleidung für den anbau wäre sehr schön. einheimisches holz und ja, stimmt, verwittert an der oberfläche silbrig-grau und schützt sich damit selbst. wie bekommt man die dielen weiß? mit einer mischung aus wachs und pigmenten. doch, das wird schon gut weiß, kann man auch gleich mit küchenarbeits- und tischplatte machen. die neuen dielen, die wir als ergänzung brauchen? kiefer oder fichte, mal sehen, was jetzt drin liegt, wahrscheinlich fichte.

die tür vom bad zur kellertreppe? nix aufwendiges, sieht man eh kaum, kann ruhig baumarktware von der stange sein, falls das maß paßt. lieber dort geld einsparen, was man an anderen ecken einsetzen kann, die mehr im blickfeld sind, sagt er.

bei horizontaler verkleidung des schuppenanbaus muß für die schuppentür ein türrahmen gebaut werden, der von innen an der konstruktion sitzt. dann kann die tür von außen nur ausgeschnitten aussehen - kein problem!

und: jaja, du bekommst eine haustür mit fenster, schon gut, jaja! und dann geht er ins bett...

Sonntag, 4. Februar 2007

die frau mit den tulpen

französische tulpen genau gesagt! da sie die schneeglöckchen in meinem garten gelassen hat, fiel die wahl auf diese extroordinären, meint: besonders langstieligen tulpen. von denen ich dann erst einmal fünf zentimeter abschneide und mir damit einen berechtigten rüffel einfange. ich banause!

Donnerstag, 1. Februar 2007

die frau mit den schneeglöckchen

ob sie mir ein sträußchen schneeglöckchen mitbringen solle, fragt die freundin. sie ist zur villa hildegard gefahren, um ein paar kleine dinge für mich zu retten, von denen die meisten aber fort sind. dann gehörten sie wohl doch noch der pächterin...

sie steht in meinen garten und ruft mich an und fragt, ob sie mir schneeglöckchen mitbringen soll, weil sie in ein paar tagen zu uns kommt. und noch viel mehr als über diese frage, die einer floristin wohl gut zu gesicht steht, freue ich mich einfach darüber, daß sie dort ist. durch den garten und das kleine haus geht und sich umsieht und ich sie bitten kann, das haus zu grüßen von mir.

und es ist mir ganz gleich, ob jemand anderes es albern findet zu glauben, was ich glaube: das häuser und gärten menschliche gesellschaft brauchen, daß man sie nicht zu lange allein lassen darf, weil sie sich sonst mit einsamkeit und traurigkeit vollsaugen und in der zeit verloren gehen.

und meine freundin findet das nicht albern, überhaupt nicht, und es ist gut, nicht nur einen bauleiter zu haben, der bald seine handwerkertruppen schickt, sondern auch einen menschen, der das haus ein bißchen streichelt von zeit zu zeit: alles wird wieder gut...