Samstag, 6. November 2010

novemberschönheit


callicarpa bodinieri 'profusion' - schönfrucht, auch liebesperlenstrauch genannt. noch klein, aber schon oho!

novemberfenster

Freitag, 5. November 2010

malus 'john downie'

unser baumschuler hat dieses mal einige zeit gebraucht, um die von uns gewünschte sorte zu besorgen. und auch nur einen hochstamm - ich hätte lieber einen halbstamm gehabt. mit dieser höhe paßt er aber gut zur quitte, die wir im letzten jahr auf das alte raster der obstbäume in unserem garten gepflanzt haben.

ich habe sogar schon angemeldete abnehmer für zukünftige ernten: freunde, die selbst cidre herstellen, würden ihrem most gern einen anteil aus wildäpfeln hinzufügen; das rundet wohl das geschmacksbild ab. john downie sieht also einer ruhmreichen zukunft entgegen, allerdings nur, wenn er genug abwirft, damit ich auch noch wildapfelgelee machen kann...

fichte für schiller

heute sollte die letzte verbliebene fichte in unserem garten fallen. aber unser baumpfleger hat sich vor ein paar wochen in die hand geschnitten und sich davon immer noch nicht erholt. da der baum aber noch in dieser wintersaison gefällt wird, erlauben wir dem floristenfreundinnenvater, sich äste davon abzuschneiden. fichte sticht zwar, aber seine mitarbeiter sind offenbar bereit, dennoch daraus kränze zu flechten. drei kränze sollen es werden für schillers geburtstag kommende woche. ein würdiger letzter beitrag dieses nicht gartenwürdigen baums, der als flachwurzler bei einem sturm auf das haus unserer nachbarn fallen würde.

Sonntag, 10. Oktober 2010

zwiebelzeit


ein spätes geburtstagsgeschenk der floristenfreundin: über 80 tulpenzwiebeln! ähm. ja. danke. also, das ist so: floristen kaufen tulpen im großmarkt; da stehen sie schön ordentlich gebündelt und nach farben und sorten sortiert in eimern. bündel gegriffen, auf den einkaufswagen gelegt, in den laden gefahren, verkauft, fertig. tulpen wachsen in großmärkten, ja is klar.

die aufgabe nach einer sehr sehr langen und fröhlichen und feuchten nacht bei freunden und einem anschließenden gewaltmarsch durch die nächtliche gartenstadt in unser gartenhaus (nein, es gab kein taxi. die taxifahrer in der kleinen stadt scheinen keinen nachtdienst zu machen.) ist es nun also, die zwiebeln in die erde zu bringen. der gartenherr denkt sich dafür eine unkonventionelle, dafür rückenschonende methode aus, und siehe da: nach nur anderthalb stunden hat es sich ausgezwiebelt. und im nächsten frühjahr werde ich mich ganz ganz doll über dein geschenk freuen, liebe freundin - versprochen!

Freitag, 24. September 2010

fällen und schneiden

der baumpfleger war da: der mann muß sich bücken, um durch unsere gartenpforte zu kommen. das heißt, ich lege die ganze zeit den kopf in den nacken, um mit ihm zu sprechen. anfang november wird er die letzte verbleibende fichte fällen. (och, wie niedlich, der liebe kleine weihnachtsbaum, den können wir doch in den garten pflanzen: dreißig jahre später braucht es einen fachmann und ordentlich geld, um den lieben, gar nicht mehr kleinen baum zu entfernen, damit er nicht beim nächsten sturm auf dem haus unserer nachbarn landet.) ausgleichspflanzung ist auch kein thema für uns, wir wollen sowieso einen weiteren malus pflanzen: 'john downie' soll es werden; mal sehen, was der baumschuler zu der sorte sagt.

am selben tag werden auch vier obstbäume beschnitten: die beiden klaräpfel, den erst kürzlich als 'james grieve' bestimmten herbstapfel und die terrassenpflaume. was ist mit der kirsche? ähm, sagt der große mann, die würde ich himmeln! die fällt ja sowieso bald um! das geht nicht, erwidere ich etwas schrill, der baum trägt - mit den klarapfelbäumen gemeinsam - unsere beiden hängematten! naja, sagt der große mann, ich habe sie gewarnt, denken sie dran, wenn sie irgendwann aus ihrer hängematte fallen...

die pflaume auf der terrasse hält er dagegen für unbedingt lebensfähig, auch, wenn der stamm in teilen schon sehr hohl ist. und der ganze baum, na, sagen wir mal, suboptimal gepflegt wurde. der baumpfleger wird die krone verkleinern, damit die statik wieder ausgewogener ist. und meint, es würde noch ein paar jahre pflaumen geben.

aber was machen wir jetzt mit dem hängemattenproblem?

links im bild die abgängige kirsche, rechts ein klarapfel und im anschnitt am linken bildrand der zweite klarapfelbaum. perfekt für zwei hängematten!

Freitag, 10. September 2010

der kürbis aus der wanne

in die erste eigene komposterde hatte ich anfang mai zwei ganz kleine hokkaido-kürbis-pflanzen gesetzt. drei euro haben die beiden gekostet, das schien mir das risiko wert. pflanzen im garten zu haben, die man eigentlich gießen muß, damit sie überleben - das ist keine gute idee als distanzgärtnerin. noch dazu, wenn sie in einem, wenn auch großen, gefäß wie dieser zinkwanne stehen.

aber die pflanzen überlebten, selbst die trockene und heiße phase im juli. sie überlebten nicht nur: sie wucherten! unser selbstgebauter flecht-sichtschutz scheint die ideale rankhilfe zu sein. als wir jetzt in den garten kamen, meine freundin und ich, hatte sich der kürbis aber auch schon die dahinterliegende kompostmiete erobert. zu zweit und sehr vorsichtig legten wir die ranke auf die obere kante des sichtschutzes; dort hatte die pflanze schon vorher gekalbt und einen kinderkopfgroßen kürbis dort oben wachsen lassen. insgesamt finde ich jetzt drei schon richtig große früchte, eine davon schon ganz tiefdunkelorange.

daneben gibt es aber auch noch viele blüten und auch etliche kleinstkürbisse, in größe und farbe unseren sommerlichen klaräpfeln sehr ähnlich. ich habe gelesen, daß sie reif sind, wenn der stiel ganz eingetrocknet und verholzt ist - dieses mal war es noch nicht soweit. aber bald!