sagt, alles geht seinen gang. der meiste schutt sei abgefahren, die decke sei immer noch nicht ganz geöffnet, aber in arbeit.
als nächstes, sag ich, wäre dann doch wohl das schachten dran, oder? unser bauleiter stimmt zu, er wird angebote einholen, nachdem er noch über ein paar einzelheiten nachgedacht hat...
Donnerstag, 15. März 2007
Sonntag, 11. März 2007
stand der dinge
das wasserproblem ist gelöst, der zugangsschacht kann in zwei, maximal drei tagen gebaut werden.
der anbau wird nun doch, wie am anfang gedacht, in holzständerbauweise ausgeführt.
wir dämmen das haupthaus mit schilfplatten.
wir bekommen schummel-iso-fenster.
das haus braucht eine komplett neue dielung in normbreite (weil günstig) und wahrscheinlich fichte.
der dachstuhl macht bis jetzt einen guten eindruck.
wir haben auch auf der anderen seite nette nachbarn, der familienvater ist bestatter - den kann man dann mal brauchen...
der anbau wird nun doch, wie am anfang gedacht, in holzständerbauweise ausgeführt.
wir dämmen das haupthaus mit schilfplatten.
wir bekommen schummel-iso-fenster.
das haus braucht eine komplett neue dielung in normbreite (weil günstig) und wahrscheinlich fichte.
der dachstuhl macht bis jetzt einen guten eindruck.
wir haben auch auf der anderen seite nette nachbarn, der familienvater ist bestatter - den kann man dann mal brauchen...
heinrich schwarz
geschichte aus der zeitung nr. 317
wir rätseln ja immer noch, wann und in welchen schritten die villa hildegard gebaut worden ist. beim aufnehmen des küchenfußbodens, der unter pvc-fliesen aus ddr-zeiten aus steinplatten bestand, kamen nun alte zeitungen zum vorschein. die existenz dieser platten hatte zu der annahme geführt, daß dieser teil des hauses später als terrasse angefügt wurde, und noch einmal später diese terrasse dann zugemauert und zur küche wurde. die zeitungen kleben an der unterseite der steinplatten; ich weiß nicht, aus welchem grund man solche platten mit zeitungen kaschiert hat...
mit den zeitungsfunden haben wir jetzt den eindruck, die terrasse war gleich von anfang an mit dabei. zwar gab es kein stück zeitung mit datum, dafür aber ein stück lesbarer artikel, in dem über eine vorschrift berichtet wird, die im nachgang zu bekanntmachungen vom april und august 1927 ergangen ist. außerdem fand sich der name der zeitung und eine ausgaben-nummer: allgemeine thüringische landeszeitung deutschland, nr. 317.
die allgemeine thüringische landeszeitung deutschland ist die vorgängerin der thüringischen landeszeitung:
Ein deutlich früheres Gründungsdatum könnte so eigentlich die „Thüringische Landeszeitung“ begehen. Als die Zeitung nach dem 2. Weltkrieg im Herbst des Jahres 1945 startete, tat sie dies mit Unterstützung einer Anzahl weiterer thüringischer Traditionsverlage als gemeinsame Genossenschaft im alteingesessenen Weimarer Panse-Verlag. Auch der Name der „Thüringischen Landeszeitung“, die im Umfeld der Liberal-Demokratischen Partei gegründet wurde und später vollständig in deren Eigentum geriet, verweist auf einen Vorläufer aus dem Panse-Verlag, nämlich die 1849 gegründete und bis 1943 erschienene „Allgemeine Thüringische Landeszeitung Deutschland“. Da nach dem Zweiten Weltkrieg als Parteizeitung wiederauferstanden, entfiel 1945 aus dem alten Titel die politisch nun zu breit wirkende Bezeichnung „Allgemeine“, ebenso der Zusatz „Deutschland“.
quelle
ich denke im moment also, daß unser gartenhaus in den dreißiger jahren gebaut wurde: die neue vorschrift, die sich auf bekanntmachungen von 1927 bezieht, wird wohl noch vor der machtergreifung der nazis ergangen sein, da diese sich vielleicht eher nicht für "Wohlfahrtspfleger (Fürsorger, Sozialbeamte)", na, ich sag's mal lax: interessiert haben. und darum geht es in dem artikel.
auf dem foto oben besonders schön ist die stellenausschreibung für einen mahnkorrespondenten: "Suche zum ... April 22-25jährigen gelernten Buchhalter als selbständ. und flotten Mahnkorrespondenten"
Samstag, 10. März 2007
gulliver aus brula
nein, kein held aus einem mythischen nordischen reich, sondern der beste ofen sagt der bauleiter. ich hatte gefragt, ob es auch öfen gibt, die nicht schwarz sind. und da ist er, ein grundofen allerdings, kein kaminofen.
kommunikation ist alles!
nachdem wir heute nachmittag erst einmal allein den rückbaufortschritt (sic!) der villa hildegard beguckt haben, treffen wir uns abends mit unserem bauleiter:
als erstes gibt es ein nachtragsangebot der baufirma; bei der leistungsausschreibung für die abrißarbeiten gab es ein kleines mißverständnis, z.b. war der firma nicht klar, daß die komplette decke herausgenommen werden soll. und das war dann natürlich auch nicht mit kalkuliert im ersten angebot. das ist kein beinbruch und kommt eigentlich regelmäßig vor. jetzt also der nachtrag, ich schreibe zum zweiten mal: auftrag erteilt!
kommunikationsprobleme scheinen ein element des abends zu sein. ein beispiel: wir reden über die dämmung. die platten, die außen ans haus kommen sollen, wären ca. 7 bis 8 zentimeter dick. ganz schön fett, sag ich, ich hatte 5 zentimeter mißverstanden. geht's auch dünner? ja, sagt der bauleiter, mit schilfmatten. aber ich dachte, sagt er, das wäre nicht so euer fall... warum nicht, sag ich. schilf ist doch schön, nachwachsender rohstoff, sehr sympathisch, blablabla. und dünner, wie ich sehen kann, als ich die kiste mit verschiedenen stücken dämmmaterial zu sehen bekomme. also dämmen wir jetzt mit schilf.
außerdem bauen wir den anbau jetzt doch in holzständerbauweise, u.a. spart das wanddicke und schafft damit mehr fläche im bad - wir ringen um jeden quadratzentimeter.
wegen der lüftung im bad hat unser bauleiter-dämm-und-baugesundheits-spezialist noch so seine bedenken: ob wir nicht doch ein zweites fenster einbauen wollen? zusätzlich zur ost- auch an der nordseite? zum querlüften? nun sind fenster an der nordseite ja eigentlich nicht die erste wahl: diese seite ist kalt und dunkel. aber lüftung ist extrem wichtig bei einem haus, daß während des winters nur wenige male benutzt, dann aber geheizt und mit hoher luftfeuchtigkeit durch duschen und kochen versorgt wird. also denke ich jetzt über ein zusätzliches fenster im norden nach, das mich schrankstellfläche kostet, die anordnung der sanitärelemente beeinflußt, aber dafür die möglichkeit eröffnet, bei geöffneter badezimmertür durch das ganze haus durchzugucken. und mit sichtachsen bin ich ja berufsbedingt zu ködern...
das ganze bauprojekt enthüllt nach und nach seine sehr speziellen herausforderungen. besonders schwierig finden wir es, ein vertretbares maß für den aufwand zu finden, den wir treiben, um in der kalten jahreszeit das haus punktuell nutzen zu können. ich will und muß da ja nicht drei wochen am stück bei minus fünfzehn grad aushalten. es sind möglicherweise drei bis sechs wochenenden! das haus steht also normalerweise kalt da, inklusive aller konsequenzen für die wasseranschlüsse (ablassen bis zum hauptwasserhahn im frostsicheren keller, in trapse und ins klo frostschutzmittel geben). wenn ich komme, muß es schnell warm werden und ein bißchen bleiben, damit ich nicht morgens mit rauhreif auf der bettdecke aufwache. und während ich da bin und besonders, bevor ich gehe, muß ich alles gut durchlüften, damit sich nicht feuchtigkeit an den erkaltenden wänden niederschlägt und sich schimmel bildet. und das alles soll dann bitte auch noch unter wirtschaftlichen und ökologischen gesichtspunkten sinnvoll sein.
wir, besser gesagt hauptsächlich unser bauleiter und wir müssen also nun überlegen, wieviel - auch finanziellen - aufwand wir treiben für vielleicht sechs wochenenden im jahr. den rest der (warmen) zeit gibt es ja diese probleme nicht.
und dann müssen auch noch kommunikative mißverständnisse wie ich dachte, schilf ist nicht euer ding behoben werden... das alles geschieht im moment auch noch im luftleeren raum, d.h. wir haben noch keinerlei zahlen und wissen nicht, wie hoch der finanzielle aufwand für die verschiedenen varianten ist. dafür ist es wohl einfach noch zu früh.
als erstes gibt es ein nachtragsangebot der baufirma; bei der leistungsausschreibung für die abrißarbeiten gab es ein kleines mißverständnis, z.b. war der firma nicht klar, daß die komplette decke herausgenommen werden soll. und das war dann natürlich auch nicht mit kalkuliert im ersten angebot. das ist kein beinbruch und kommt eigentlich regelmäßig vor. jetzt also der nachtrag, ich schreibe zum zweiten mal: auftrag erteilt!
kommunikationsprobleme scheinen ein element des abends zu sein. ein beispiel: wir reden über die dämmung. die platten, die außen ans haus kommen sollen, wären ca. 7 bis 8 zentimeter dick. ganz schön fett, sag ich, ich hatte 5 zentimeter mißverstanden. geht's auch dünner? ja, sagt der bauleiter, mit schilfmatten. aber ich dachte, sagt er, das wäre nicht so euer fall... warum nicht, sag ich. schilf ist doch schön, nachwachsender rohstoff, sehr sympathisch, blablabla. und dünner, wie ich sehen kann, als ich die kiste mit verschiedenen stücken dämmmaterial zu sehen bekomme. also dämmen wir jetzt mit schilf.
außerdem bauen wir den anbau jetzt doch in holzständerbauweise, u.a. spart das wanddicke und schafft damit mehr fläche im bad - wir ringen um jeden quadratzentimeter.
wegen der lüftung im bad hat unser bauleiter-dämm-und-baugesundheits-spezialist noch so seine bedenken: ob wir nicht doch ein zweites fenster einbauen wollen? zusätzlich zur ost- auch an der nordseite? zum querlüften? nun sind fenster an der nordseite ja eigentlich nicht die erste wahl: diese seite ist kalt und dunkel. aber lüftung ist extrem wichtig bei einem haus, daß während des winters nur wenige male benutzt, dann aber geheizt und mit hoher luftfeuchtigkeit durch duschen und kochen versorgt wird. also denke ich jetzt über ein zusätzliches fenster im norden nach, das mich schrankstellfläche kostet, die anordnung der sanitärelemente beeinflußt, aber dafür die möglichkeit eröffnet, bei geöffneter badezimmertür durch das ganze haus durchzugucken. und mit sichtachsen bin ich ja berufsbedingt zu ködern...
das ganze bauprojekt enthüllt nach und nach seine sehr speziellen herausforderungen. besonders schwierig finden wir es, ein vertretbares maß für den aufwand zu finden, den wir treiben, um in der kalten jahreszeit das haus punktuell nutzen zu können. ich will und muß da ja nicht drei wochen am stück bei minus fünfzehn grad aushalten. es sind möglicherweise drei bis sechs wochenenden! das haus steht also normalerweise kalt da, inklusive aller konsequenzen für die wasseranschlüsse (ablassen bis zum hauptwasserhahn im frostsicheren keller, in trapse und ins klo frostschutzmittel geben). wenn ich komme, muß es schnell warm werden und ein bißchen bleiben, damit ich nicht morgens mit rauhreif auf der bettdecke aufwache. und während ich da bin und besonders, bevor ich gehe, muß ich alles gut durchlüften, damit sich nicht feuchtigkeit an den erkaltenden wänden niederschlägt und sich schimmel bildet. und das alles soll dann bitte auch noch unter wirtschaftlichen und ökologischen gesichtspunkten sinnvoll sein.
wir, besser gesagt hauptsächlich unser bauleiter und wir müssen also nun überlegen, wieviel - auch finanziellen - aufwand wir treiben für vielleicht sechs wochenenden im jahr. den rest der (warmen) zeit gibt es ja diese probleme nicht.
und dann müssen auch noch kommunikative mißverständnisse wie ich dachte, schilf ist nicht euer ding behoben werden... das alles geschieht im moment auch noch im luftleeren raum, d.h. wir haben noch keinerlei zahlen und wissen nicht, wie hoch der finanzielle aufwand für die verschiedenen varianten ist. dafür ist es wohl einfach noch zu früh.
mhmm, was ist das?
sagt der bautischler-freund und tastet mit dem fuß auf den dielenenden (liest sich super, gell?) an der nordwand im früheren "wohnzimmer" entlang. merke auf: wenn ein handwerker, noch dazu ein befreundeter, vor sich hinmurmelnd sein selbstgespräch mit mhm, was ist das? beginnt, ist gefahr im verzug! die adäquate reaktion besteht in den worten: was? was?! der ton: entschlossen (ich will es wissen, sagen sie mir die wahrheit, herr doktor!), mit einem hauch mitleidheischender hysterie.
die dielen, sagt der tischler. dann bückt er sich und fummelt mit der hand an den dielen herum und dann hebt er ein stück diele hoch, einfach so. wendet sich mir zu, hält das stückchen morsche diele hoch, guckt und wartet ab. jetzt muß messerscharfes mitdenken demonstriert werden: die dielen sind hin, sag ich. ja, naja, sagt er und wippt mit dem fuß auf dem nachgebenden bodenstück, es knirscht sehr sanft und morsch: schon, naja, irgendwie...
die dielen, sagt der tischler. dann bückt er sich und fummelt mit der hand an den dielen herum und dann hebt er ein stück diele hoch, einfach so. wendet sich mir zu, hält das stückchen morsche diele hoch, guckt und wartet ab. jetzt muß messerscharfes mitdenken demonstriert werden: die dielen sind hin, sag ich. ja, naja, sagt er und wippt mit dem fuß auf dem nachgebenden bodenstück, es knirscht sehr sanft und morsch: schon, naja, irgendwie...
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