Sonntag, 28. Dezember 2008

schuppenordnung


ja doch, es ging auch ohne. aber mit regal im schuppen und der damit einhergehenden ordnung geht es besser. im unteren teil des regals ist platz für holzvorräte, und sogar die flüssiggasflasche für den gaswandheizer im bad hat jetzt hier ihren platz gefunden.

dezemberschnitt


forsythien soll man ja nach der blüte schneiden. bei unserem alten busch haben wir das im frühjahr verpaßt, er mußte aber dringend geschnitten und verjüngt werden. und heute war so schönes kaltes, aber sonniges wetter! also haben wir heute fast alle alten äste, die schon sehr stark verzweigt waren und wie besen aussahen, herausgenommen. der strauch hatte im sommer kaum noch laub im inneren, weil kein licht mehr hineindrang. wir konnten es selbst kaum glauben, wieviel wir herausschneiden konnten und dennoch ein großer und jetzt viel harmonischerer busch übrigbleibt (links im bild). dreiviertel der masse sind weg und liegen jetzt auf dem flächenkompost (im hintergrund unter der fichte), der das ganze gartenjahr über alles aufgenommen hat, was reichlich anfiel. kleinhäckseln oder vielleicht zu weiteren flechtzäunen als beetbegrenzung verarbeiten können wir das schnittholz auch noch im frühjahr.

und auch im frühjahr müssen endlich die beiden alten komposter auseinandergenommen werden. mal sehen, wieviel brauchbare erde dort entstanden ist...

na, und wenn ich schon dabei war, habe ich auch gleich noch den holunder an der gartenpforte geschnitten. er soll eher baum- als strauchartig wachsen, hatte auch zwei schöne starke hauptäste schon gebildet, um die herum ich nun aufgeastet habe. beide äste biegen sich oben peitschenartig zur seite, also habe ich mit meinem bißchen angelesenen wissen versucht so zu schneiden, daß zwei abzweigende äste, die direkt weiter nach oben wachsen, die neuen leittriebe werden. ich bin schon sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird. aber holunder ist ja nicht totzukriegen und damit ein geeignetes schnittopfer für eine relative anfängerin wie mich.

Samstag, 27. Dezember 2008

noch etwas weihnachten im gartenhaus

zum zweiten mal sind wir während der rauhen nächte hier. und kalt sind sie dieses mal; wir merken am verbrauch von holz, daß wir gegen minusgrade anheizen müssen. damit wir noch ein bißchen weihnachten haben, hängen wir einen kranz von einem unserer balken. und freuen uns ansonsten, die geschmückten bäume unserer familie und freunde zu sehen.

Samstag, 6. Dezember 2008

nikolaus-post vom ex-bauleiter

"gestern war ich tatsächlich noch den kaputten ziegel auswechseln! leider habe ich dabei noch weitere zwei gebrochene halbe ziegel am linken und am rechten ortgang gesehen. im gegensatz zum erstbemerkten sind diese aber unterhalb der darüberliegeneden ziegelreihe gebrochen. da alle ortgangziegel und die firstziegel als oberer abschluss festgeschraubt sind, ist dort das auswechseln einzelner ziegel sehr schwierig. deshalb bin ich heute noch einmal mit mörtel hin und habe die ziegel einfach festgeklebt. das haben die alten immer so gemacht und es hält wahrscheinlich auch hier sehr lange. das rückseitige dach war in ordnung.

grundsätzlich muss man beim dach hinterher sein, dass immer alles in ordnung ist. zwar gibt es doppelte sicherheit (doppeldeckung) - trotzdem immer kontrollieren und reparieren!"

Donnerstag, 20. November 2008

geburtstagsbesuch mit übernachtung

heute vor einem jahr saß meine mama noch auf einer baustelle, in diesem jahr sieht sie nun alles in fertigem zustand und verbringt sogar eine nacht in unserem gartenhaus.

beim rundgang durch den garten entdeckt sie die erste blüte an einer helleborus, die ich als eine der ersten pflanzen vor monaten hier gesetzt hatte. ich hätte sie übersehen, da ich jetzt noch nicht mit einer blüte rechnete.

das war allerdings die kleinste überraschung, die meine mama in ihrer alten studienstadt erwartete - aber darüber wird hier diskret geschwiegen... jedenfalls hat ihr alles gut gefallen; wir haben noch zusammen den vorhang aufgehängt, den sie mir aus einem stück stoff aus den fünfziger jahren, das ich günstig im internet ersteigert habe, genäht hatte. nur geschlafen hätte ich gern ein bißchen länger, aber wie soll das gehen, wenn man mit der mama bis morgens halb fünf am kaminofen sitzt und schwatzt?

ps: wie gut, daß ich dieses weblog führe! so konnte ich damit eben herausfinden, daß ich die jetzt blühende helleborus am gründonnerstag, den 20. märz 2008 von meiner floristenfreundin geschenkt bekommen habe. der tag, an dem der gartenherr geburtstag hatte. und nach exakt acht monaten entdeckt meine mama an ihrem geburtstag die erste blüte! die zeit der guten zeichen ist wieder angebrochen...

Mittwoch, 12. November 2008

die gärten der 30er jahre

ich glaube, ich habe noch nicht erzählt, daß wir im frühsommer bei einem rundgang durch unser gartengebiet einen garten gefunden haben, der wohl in seiner struktur am wenigsten verändert worden ist.

nach meinen bisher dürftigen recherchen ist das ganze areal in den 30er jahren zu gartenland umgestaltet worden - merke auf: kein kleingartenverein! es sind alles "besitzgärten", wie man hier sagt. wir fanden nun in diesem einen garten die struktur unseres eigenen wieder: die grundstücke sind alle rechteckig, mit der schmalseite zu einem gartenweg, und alle ursprünglich etwa 500 quadratmeter groß gewesen. die gartenpforte sitzt mittig in der schmalseite, von dort führt ein schnurgerader weg, der mit einer dreier-reihe betonplatten belegt ist, zur gartenlaube. der weg ist an beiden seiten von etwa 70 zentimeter breiten beeten gesäumt. die laube steht am ende des weges nicht mittig, sondern nach links im grundstück versetzt. hinter der laube liegt noch einmal ein drittel grundstück.

links neben dem zentralen weg des gartens und unterhalb der gartenlaube hat es querliegende beete, quer zum hang liegend, denn das ganze areal senkt sich an einem sanften hang zum kleinen flußtal hinunter. weg und beete sind mit betonkanten eingefaßt. auf der linken seite des grundstückes sind auf einer wiesenfläche obstbäume gepflanzt in einer zweier-reihe parallel zum weg. diese zweier-reihe bäume zieht sich an der gartenlaube vorbei (die ja nach links gerückt steht) bis zur hinteren grundstücksgrenze.

auf unserem grundstück stehen auf diesem teil nur noch vier bäume; wenn man das andere "original"-grundstück als maßstab des ursprünglichen plans nimmt und mit unserem vergleicht, fehlen bei uns also weitere vier bäume.

es ist eine schöne und klare gliederung, die sehr in die zeit paßte. wir haben und werden teile dieser alten struktur wiederherstellen, wie z.b. die quer zum hang liegenden beete. allerdings werden wir dort keine erdbeeren anbauen können - dazu sind wir zu selten dort, aber wir wollen mit kräutern oder bodendeckenden stauden zumindest eine erinnerung an das alte wieder erschaffen. in anderen bereichen des grundstückes werden sich eher geschwungene linien mit den jahren etablieren, mehr staudenbeete und andere gehölze, als nur obstbäume. aber eine quitte wird auf jeden falle noch kommen. im nächsten pflanz-herbst...

Sonntag, 9. November 2008

das große pflanzen

hätte ich vorher gezählt, mir wäre wohl der mut gesunken. habe ich aber nicht. professionelle gärtner würden wohl laut auflachen angesichts der aufgabe, 60 pflanzen in die erde zu bringen. die heute, obwohl gestern umgegraben und am anfang des heutigen tages vom gartenherrn durchgehackt, einfach immer noch sauschwer ist. und obwohl ich mühe habe, die kleine pflanzkelle den ganzen tag zu halten, merke ich doch, daß ich in dieser gartensaison schon etwas trainiert habe. unschätzbare dienste leistet mir auch mein selbstgebauter knieschutz, den ich aus einem stück styropor, umwickelt mit zeitungen, mit einer plastiktüte umgeben und fest mit klebeband abgedichtet, den ganzen tag mit mir rumschleppe wie comicfiguren ihre schnuffeldecke...

die planung ist nun auch nicht einfach: wie setzen wir die pflanzen? wir haben eine palette von aus den beeten geborgenen stauden und die, die wir geschenkt bekommen haben. wie kombiniert man das alles? ausgangspunkt sind die päonien meiner oma: auf einem alten foto des gartens haben wir gesehen, daß diese einmal in regelmäßigen schritten im rechten und linken wegbegleitenden beet auftauchten. dabei standen sie nicht direkt gegenüber, sondern immer versetzt zueinander. einige pfingstrosen habe ich in der erde gelassen, die anderen werden jetzt so an ihren pflanzplatz gelegt, daß sich dieses alte muster wieder ergibt.

und mit diesem prinzip des paarweisen auftretens machen wir weiter, von salvia nemerosa haben wir z.b. vier pflanzen bekommen, die wir jetzt ähnlich in den beeten verteilen. außerdem überlege ich, mit welchen direkten nachbarn päonien gut zusammenstehen. so bekommt eine der pflanzen als nachbarn wieder eine bergenie (diese paarung gibt es schon weiter oben im beet), auf die andere seite setze ich ein niedrigbleibendes geranium.

mir ist ganz klar, daß dies alles überlegungen einer absoluten staudenanfängerin sind. und ein großes experiment. was wird überhaupt anwachsen? wird es kümmern oder explodieren? vertragen sich die nachbarn? sehen sie gut zusammen aus oder grauenvoll? aber irgendwie muß man anfangen, und völlig ohne wissen bin ich ja nicht mehr. außerdem habe ich die ganze saison beobachtet, was hier von allein wächst, was sich so wohlfühlt, das es sich vermehrt wie die bergflockenblumen, die hier überall aufgetaucht sind und die ich sehr liebe. ihr bestand ist jetzt auch auf vier plätze in den beeten verteilt.

bergenie hatte ich erwähnt. ha! ein wunder ist geschehen während dieser gartensaison! ich habe das schweinequieken, wie es im englischen genannt wird (pig squeak) schätzen gelernt. die blüten finde ich immer noch gruselig, aber die pflanze nicht mehr. und sie vermehrt sich hier wie durch ein wunder freudig, taucht an plätzen auf, an die sie nie gepflanzt wurde. wer schleppt hier eigentlich diese dicken wurzeln durch die gegend?

während ich in den vorderen beeten rumrobbe, füllt der gartenherr das pflanzloch der deutzie mit erde, buddelt die blutpflaume ein und macht sich dann an das roden des streifens an der hinteren grundstücksgrenze. dort wollen wir auch ein beet anlegen, daß mit der alten dachfette unseres dahingegangenen dachstuhls abgegrenzt wird. dabei müssen eben mal so nebenbei einige begrenzungssteine unter dem zaun ersetzt werden (das nachbargrundstück liegt etwas höher als unseres); es finden sich in der erde diverse weitere steine und dachziegel, und der alte brennesselstock läßt sich auch nicht ganz so leicht entfernen, ähem.

in dieses beet kommt auch horst riesenpfeifer (molinia arundinacea 'karl foerster'), der nach seiner dreiteilung und beschnitt nun aussieht wie drei zurechtgestutzte preußische grenadiere. mhm, naja. mal sehen, wie das gras so wächst und wie es aussieht; das beet hier oben ist auch eher eine versuchsstation, da wir uns noch nicht im klaren darüber sind, wie wir diesen bereich an der sitzgrotte endgültig gestalten wollen. aber ein garten darf sich ja verändern, und horst riesenpfeifer ist an sich ja ein sehr schöner.

am ende des tages sind einmal zwölf und einmal neun meter (jeweils zwischen 70 und 80 cm breit!) wegbegleitende beete neu gepflanzt - den bereich direkt vor den eingangsstufen, drei mal zwei meter groß, haben wir aus dieser aktion ausgenommen. dort sind noch archäologische grabungen nach den alten travertin-steingarten-steinen meiner oma nötig - jetzt nicht! das beet hinten ist auch etwa 70 cm tief und vielleicht vier meter lang - ich hab's nicht mehr ausgemessen...

sieht jetzt nach nüscht aus, gell? aber das werk ist so groß wie die schmerzen im körper!