Sonntag, 14. April 2013
Samstag, 13. April 2013
plattes gras
und so sieht molinia arundinacea 'karl foerster' nach einem langen winter aus: platt. jetzt nicht schneiden, sondern einfach mit den behandschuhten händen die langen stengel nahe der basis mit den händen bündeln und ziehen. da löst sich, was sich lösen will. die schonendste methode meiner erfahrung nach. bißchen nachfassen und noch mehr von dem, was freiwillig kommt, abziehen. mit dem rest von trockenem zeug kommt die pflanze klar: jetzt ist alles kurz genug, um den neuen trieben licht zu geben. mehr muß man nicht machen!
ankunft nach langem winter
wir kommen früher los als erwartet. ich rufe den bautischlerfreund während der fahrt an: brauchst nicht zu heizen, wir kommen früher! er so: äh, kommen darf ich aber trotzdem? ich: klar, aber bier kaufen wir schon selbst!
als wir am nachmittag im garten ankommen, sind es draußen 14, im haus 11 grad, also reißen wir alle fenster und türen auf. was mich wundert: die niedrigste temperatur, die im haus im laufe des so langen winters herrschte, war minus drei grad. ich hatte erwartet, daß das haus kälter gefallen wäre, bei all den zweistelligen minustemperaturen, die ja auch immer ein paar tage anhielten. ein dank dem bauleiter, der uns die schilfdämmung empfohlen hat!
während der gartenherr den kaminofen heizt, inspiziere ich den garten. auf den ersten blick ist alles am leben, alle stauden zeigen zu meiner überraschung schon deutliche triebspitzen unter ihren trockenen stengeln und dem laub der letzten vegetationsperiode.
es blüht gemeinsam, was sich normalerweise nicht kennt: schneeglöckchen und primeln. die osterglocken zeigen gelbe spitzen und ich wette, daß wir sie erblühen sehen werden in den nächsten tagen.
aber heute ist noch keine zeit für gartenarbeit! wir fahren einkaufen und füllen die vorräte auf, während unser ofen nach den üblichen startschwierigkeiten (der kalte schornstein!) unser gartenhaus wärmt. und dann kommt der freund, und wir trinken bier und essen zusammen und schwatzen und alles ist wie immer.
und das ist die größte freude: nach vier monaten winterpause, nach all der sehnsucht und all den gedanken an den garten und das gartenhaus ist alles - normal. wie immer. einfach da. alles funktioniert, alles ist gut durch den langen winter gekommen. es liegt noch nicht einmal staub auf den flächen! und wir liegen in unseren betten und der widerschein der flammen im kaminofen ist das letzte, was wir sehen, bevor wir schlafen. wie immer, isjaklar.
als wir am nachmittag im garten ankommen, sind es draußen 14, im haus 11 grad, also reißen wir alle fenster und türen auf. was mich wundert: die niedrigste temperatur, die im haus im laufe des so langen winters herrschte, war minus drei grad. ich hatte erwartet, daß das haus kälter gefallen wäre, bei all den zweistelligen minustemperaturen, die ja auch immer ein paar tage anhielten. ein dank dem bauleiter, der uns die schilfdämmung empfohlen hat!
während der gartenherr den kaminofen heizt, inspiziere ich den garten. auf den ersten blick ist alles am leben, alle stauden zeigen zu meiner überraschung schon deutliche triebspitzen unter ihren trockenen stengeln und dem laub der letzten vegetationsperiode.
es blüht gemeinsam, was sich normalerweise nicht kennt: schneeglöckchen und primeln. die osterglocken zeigen gelbe spitzen und ich wette, daß wir sie erblühen sehen werden in den nächsten tagen.
aber heute ist noch keine zeit für gartenarbeit! wir fahren einkaufen und füllen die vorräte auf, während unser ofen nach den üblichen startschwierigkeiten (der kalte schornstein!) unser gartenhaus wärmt. und dann kommt der freund, und wir trinken bier und essen zusammen und schwatzen und alles ist wie immer.
und das ist die größte freude: nach vier monaten winterpause, nach all der sehnsucht und all den gedanken an den garten und das gartenhaus ist alles - normal. wie immer. einfach da. alles funktioniert, alles ist gut durch den langen winter gekommen. es liegt noch nicht einmal staub auf den flächen! und wir liegen in unseren betten und der widerschein der flammen im kaminofen ist das letzte, was wir sehen, bevor wir schlafen. wie immer, isjaklar.
Dienstag, 9. April 2013
anruf beim bautischler-freund:
er so: ich habe gehört, ihr kommt endlich.
ich: stimmt! woher -
(achso, er hat den vorbesitzer, vulgo: papa, getroffen. und der hat's ihm erzählt. is' halt 'nen dorf, isjaklar.)
ich: ja, stimmt, freitagabend.
er so: du möchtest, daß ich heize, ja?
ich: ähm, ja, öhm.
er so: warum machen frauen eigentlich immer so viele worte?
ich so (kurz nach einer plausibel scheinenden antwort suchend): weil wir beziehungen herstellen wollen!
bautischler-freund: ok. ich bring' mir 'ne flasche bier mit und heize.
ich so: ja, wenn, naja, dann könntest du auch gleich einen kasten -
er so: verstanden. wir sehen uns! noch was?
ich so: nö.
ich: stimmt! woher -
(achso, er hat den vorbesitzer, vulgo: papa, getroffen. und der hat's ihm erzählt. is' halt 'nen dorf, isjaklar.)
ich: ja, stimmt, freitagabend.
er so: du möchtest, daß ich heize, ja?
ich: ähm, ja, öhm.
er so: warum machen frauen eigentlich immer so viele worte?
ich so (kurz nach einer plausibel scheinenden antwort suchend): weil wir beziehungen herstellen wollen!
bautischler-freund: ok. ich bring' mir 'ne flasche bier mit und heize.
ich so: ja, wenn, naja, dann könntest du auch gleich einen kasten -
er so: verstanden. wir sehen uns! noch was?
ich so: nö.
Mittwoch, 2. Januar 2013
vor mehr als fünfzig jahren
zwischen den jahren schickte mir mein vater alte fotos von unserem garten. sie zeigen ihn und seine freunde bei einem arbeitseinsatz am gartenhaus; er vermutet, die bilder stammen wohl aus dem jahr 1960.
und es wurde natürlich auch nicht nur gearbeitet, sondern auch kräftig gefeiert und herumgealbert. was man eben so macht, wenn man etwa 18 jahre alt und im garten ist.
und nein, das ist nicht mein vater, sondern einer seiner freunde bei lustigen leibesübungen.
und als wir neulich im stadtmuseum diese karte gesehen haben, gab es eine bestätigung mehr für unsere annahme über die entstehung unseres gartenhauses: wir hatten beim abriß des alten dachstuhls auf einem balken die zahlen "3 6 30" gefunden und dies als 3.6.1930 interpretiert. der kartenausschnitt hier zeigt die parzellierung unseres gartengebietes auf einer karte von 1931.
und es wurde natürlich auch nicht nur gearbeitet, sondern auch kräftig gefeiert und herumgealbert. was man eben so macht, wenn man etwa 18 jahre alt und im garten ist.
und nein, das ist nicht mein vater, sondern einer seiner freunde bei lustigen leibesübungen.
und als wir neulich im stadtmuseum diese karte gesehen haben, gab es eine bestätigung mehr für unsere annahme über die entstehung unseres gartenhauses: wir hatten beim abriß des alten dachstuhls auf einem balken die zahlen "3 6 30" gefunden und dies als 3.6.1930 interpretiert. der kartenausschnitt hier zeigt die parzellierung unseres gartengebietes auf einer karte von 1931.
Samstag, 15. Dezember 2012
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