Samstag, 15. Dezember 2012

Mittwoch, 14. November 2012

novembergarten


mäusefraß


in unserer holzmiete leben mäuse, die dort in ihrem unterschlupf offenbar haselnüsse und pflaumenkerne aufnagen, um an das nahrhafte innere zu kommen. ich hoffe nur, daß der energieverbrauch, der nötig ist, um die harte schale zu überwinden, geringer ist als die energiemenge, die die maus dann aus der füllung gewinnt. naja, blöd werden sie schon nicht sein, die holzmietenbewohner.

Montag, 12. November 2012

letzte gartenarbeiten

wo gestern noch laubhaufen zusammengeharkt wurden:
ist heute schon der kompost, in dem über den sommer die kürbisse in wannen wuchsen, in den mulden auf der wiesen verteilt und mit rasensaat bestreut:

Sonntag, 14. Oktober 2012

Samstag, 13. Oktober 2012

ein quittentag

unser kleiner quittenbaum bringt dieses jahr zwanzig sehr schöne und gut verwertbare früchte.

mein cousin allerdings bringt eine ganze kiste voll quitten von dem alten buschbaum aus seinem garten.
diese werden nun mit dem adäquaten werkzeug zerkleinert.
und im dampfentsafter dampfentsaftet - zurück bleibt mumpe für den kompost.
saft abfüllen. nach insgesamt sechs stunden harter arbeit und sechs füllungen für den entsafter haben wir siebeneinhalb liter quittensaft gewonnen, aus dem ich dann zu hause gelee kochen werde. wir hatten gerade nichts besseres zu tun.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

lieber gartenhausgast,

nun hast du die erste nacht hinter dir, und ich hoffe, unser ofen hat dich warmgehalten. und doch bist du wahrscheinlich heute morgen aufgewacht und warst erstaunt, wie kalt es doch schon ist, an einem oktobermorgen, weil der ofen nur so lange wärme abgibt, wie man ihn füttert - und irgendwann muß man ja schlafen.

und dann bist du vielleicht dankbar gewesen für den gaswandheizer im bad und hast getan, was wir auch immer tun: aufstehen, gaswandheizer in gang setzen, tür schließen, wieder ins bett krabbeln, abwarten. oder tee kochen. oder beides.

du hast aus dem fenster gesehen: das schräge oktobermorgenlicht, das alles blühende und verblühte leuchten läßt und zu dieser stunde wie märzlicht ganz pastellfarbig wirkt. die durch den garten tieffliegenden amseln, zeternd. und dann hast du nachgesehen, ob im ofen noch glut ist, die sich wieder entfachen läßt - zuwenig wahrscheinlich.

und die erleuchtung mag gerade darin liegen: daß man für sich sorgen muß, zuerst für wärme, wenn es oktober ist. für feuer und tee. und du dich daran erinnerst, daß es vorräte gibt im haus, müsli und milch für den ersten hunger. dann geht es schon leichter, das kann man dann aushalten, und vielleicht schon die haustür öffnen und die gartenstühle auf die terrasse stellen und einen geschenkten tag genießen.

und es scheint doch am licht zu liegen, ob man es nun erleuchtung nennt oder zufriedenheit. die letzten worte des hochbetagten und großen dichters jedenfalls, dessen gartenhaus nur eine flußschleife aufwärts liegt, waren: mehr licht! du jedenfalls hast noch viel mehr als die hälfte des lebens vor dir; es ist also gar keine eile geboten. laubharken wäre eine option.


Sonntag, 23. September 2012

septemberlicht

molinia arundinacea 'karl foerster'

oder riesen-pfeifengras. auf unserem eher schweren boden hat es ein paar jahre gebraucht, um sich zu etablieren. irgendwann habe ich es auch mal geteilt und weitere stücke davon an eine andere grundstücksgrenze gepflanzt; der mutterpflanze hat das gut getan, die beiden kinder müssen sich erfahrungsgemäß noch eingewöhnen. das gras ist wirklich sehr schön im herbst, bald wird es umfärben und mit seinem recht intensiven gelb einen schönen farbakzent setzen - wir gucken beim zähneputzen aus dem fenster genau dort hin!

leuchtend wildes weinlaub


Donnerstag, 30. August 2012

Dienstag, 28. August 2012

sommerabschied

an die geschnittene kante der hecke an der terrasse haben die spinnen handgroße spinnwebhängematten gebaut; man müßte sich nur hineinfallen lassen. hochsommerduft, wenn das wasser aus dem regner die warmen gehwegplatten trifft; hochsommermoment, wenn der regner einmal wieder umfällt und ich direkt daneben stehe - das gartenkleid trocknet in wenigen minuten. das zischen des dampfentsafters, das stetige prasseln des wassers, der unaufhörliche ruf des kreisenden milans und, weit entfernt, das heulen einer kettensäge. das leise krachen der äpfel, die ich halb schneide, halb auseinanderbreche. dampfschwaden: pflaumendampfschwaden, apfeldampfschwaden. herbstgeruch, wenn es dunkelt, es riecht nach liebstöckel, süß und gemüsig und feucht. der waldhang fängt das letzte sonnenlicht, es ist schon alles gold dort drüben, jenseits des flußes, ansteigend bis zur himmelskante. und in der nacht dann geräusche wie von geschäftigen menschen im nachbarsgarten: im taschenlampenlicht leuchtet das gesicht eines waschbären auf, in der heckenlücke, die den katzen als durchschlupf dient. ein mondgesicht, das sich ohne hast abwendet.

knappheit an pflaumen


ich bin zu früh zum pflaumenernten, aber wäre ich später gekommen, gäbe es womöglich gar keine mehr. es scheint ein schlechtes pflaumenjahr; vielleicht stimmt aber die vermutung der gartennachbarin, daß waschbären auf die bäume klettern und pflaumen fressen. wenn das zutrifft, dann mögen waschbären unreife pflaumen und neigen nicht zu durchfall... mehr als eine halbe schüssel gibt der alte baum nicht her; daraus werden knapp anderthalb liter saft, was wiederum einige gläser gelee bedeutet. pflaumenmarmelade gibt es dieses jahr nicht - wie es eben so ist im falle der natürlichen verknappung.

Freitag, 3. August 2012

nachfeiern


da wir heute jemanden erwarten, dessen geburtstag nur eine gute woche zurückliegt, bietet sich die gelegenheit, endlich auch einmal wieder die lampions aufzuhängen, den rost anzufeuern und später am abend ein freudenfeuer zu entzünden. und der nicht mehr volle mond leuchtet in dieser nacht so hell, daß ich mich frage, ob man auch vom mondlicht sonnenbrand bekommen kann?

Donnerstag, 2. August 2012

Mittwoch, 1. August 2012

sommerkuchen


einmal im jahr nehmen wir uns die zeit, mit unseren gartennachbarn bei kaffee und kuchen in ruhe zu schwatzen - einmal nicht nur über den gartenzaun.

augustglanz


Sonntag, 29. Juli 2012

Mittwoch, 25. Juli 2012

vom wasserschenkel zur kommode

in meiner familie gibt es die seltsame angewohnheit, daß, wenn wir einmal einen pinsel in der hand haben, weil etwas angestrichen werden mußte, wir auch gern den rest der farbe verstreichen. also laufen wir herum und gucken: was könnte noch einen neuen anstrich vertragen? dieses mal mußte die kommode daran glauben. ich hatte mir einen halben liter farbe anmischen lassen ("weniger geht leider nicht"), damit wir nach fünf jahren unsere fenster ausbessern können. bei einigen wasserschenkeln, besonders auf der nord- und westseite des hauses, war das höchste zeit, wie unser bautischlerfreund schon seit dem letzten sommer mäkelte: wer holzfenster haben möchte, der muß ausbesserungsarbeiten wollen! nach dieser arbeit war noch fast alles von der farbe da, genug also, um die alte kommode damit komplett in lichtes grau zu tauchen (farbnummer nach ncs: s1005-r60b). es ist übrigens mehr als ratsam, sich farbnummern zu notieren! ich habe das hier im blog im juni 2007 getan, als das ganze noch ein bautagebuch war.

kindheitsfleischsalat

fleischsalat und ich haben eine in meiner kindheit geprägte liebelei miteinander, der ich merkwürdigerweise nur noch - oder wieder - hier im garten nachgehe. der rationale grund dafür ist, daß ich der bioqualität im örtlichen tegut-markt hier traue. der wichtigere grund ist sicher, daß der garten eben der garten meiner oma und damit ein kindheitsort ist. und dann stehe ich vor der theke und denke: fleischsalat! hier darf ich das mal!

gartenfrühstück

kulturheidelbeeren, die nach heidelbeeren schmecken - daß ich das noch erleben darf! in bio-qualität aus niedersachsen, dazu joghurt und müsli. den anbaubetrieb habe ich mir leider nicht gemerkt, tut mir leid!

Dienstag, 24. Juli 2012

der tod im garten

in unserer ersten urlaubsgartennacht war mir, als hätte ich einen recht lauten, aber eher piepsenden schrei gehört -
heute morgen liegt eine kopflose maus unter unserem gartentisch. eine begrüßungsgabe der nachbarskatze. sehr aufmerksam.

Donnerstag, 5. Juli 2012

die kürbisse sind verrückt geworden


zwei kürbisranken machen, was sie sollen: in die thujawand klettern. der rest hat sich anders entschieden: sie wachsen in richtung süden, hangabwärts. und wenn dabei eine niedrige deutzie im weg ist, wird sie eben überklettert!

späte kirschen


in diesem jahr bin ich spät dran, und so war es heute nur die hälfte der menge an kirschen des letzten sommers, die ich gerade noch vor dem gewitter ernten konnte. eine füllung für den entsafter, der auch im strömenden regen funktioniert und nach kirsche duftende dampfschwaden durch den garten schickte. etwas mehr als zwei liter saft waren die ausbeute, aus dem dann kirschgelee gekocht wurde.

Mittwoch, 4. Juli 2012

gartenbesuch


artischocken, oliven und melone; tomaten und mozzarella mit thymian; erdbeeren mit ziegenfrischkäse; bergkäsewürfel und knackwurstscheiben; brot, butter, minzewasser und pinot blanc. eine warme gartennacht, siebenundneunzig prozent vollmond, glühwürmchen in neongrün, ein überfälliges gespräch. nur pfeffer war alle.

Montag, 18. Juni 2012

kürbis in wannen




knapp vier wochen liegen zwischen diesen beiden aufnahmen. während unseres urlaubs hat mein vater einmal den kürbisretter gespielt und die wannen gegossen. den rest der zeit hat es zum glück genug geregnet, so daß es heute schon beeindruckend große blätter gibt. und eine kürbisblüte öffnet sich auch schon in diesen tagen.

unsere hoffnung ist, daß die pflanzen in die thujawand steigen - im garten meines vaters hat das vor jahren schon einmal sehr gut geklappt. in den wannen ist der gesiebte kompost; nachdem jetzt die kürbisse die nährstoffe rausfressen, kommt die erde am ende der saison wieder auf unsere wiesenflächen, um die immer noch vorhandenden mulden aufzufüllen.

die pflanzen habe ich ende mai von einem gartennachbarn gekauft, was nicht einfach war, wollte er doch anfänglich mein geld nicht akzeptieren. aber er verkauft immer mal pflanzen und erntefrisches obst und gemüse aus seinem garten auf dem markt, um seine rente aufzubessern - warum er denn dann mein geld nicht wolle, habe ich ihn gefragt. und dann hat er die fünf euro für sechs pflanzen akzeptiert.

Sonntag, 17. Juni 2012

sonntagsfeuer


der gartenherr hat heute jede menge totholz aus unserem großen cotoneaster geholt. und weil sich seit anfang des jahres auch schon genug anderes trockenes holz angesammelt hat, ist heute eine gute gelegenheit für ein freudenfeuer in der blauen stunde.

sonntagsarbeit

heckenschnitt mit der japanischen heckenschere macht keinen lärm und ist daher auch sonntags möglich. der neue amish-hut ist dabei unerläßlich, ist dies doch der bisher wärmste tag des jahres in unserem garten.

juniblick mit hut


Montag, 21. Mai 2012

Sonntag, 20. Mai 2012

geschenke für freunde


all das wird abgeblüht sein, wenn wir das nächste mal nach unserem urlaub in drei wochen in den garten kommen. und darum beglücken wir den bautischlerfreund mit akeleien und den museumsfreund mit pfingstrosen.

kugelgarten


Samstag, 19. Mai 2012

Mittwoch, 2. Mai 2012