Samstag, 21. März 2009

was noch nicht zu sehen ist


der wetterbericht war grauenvoll, das wetter ist wunderbar. und wird heute auch den ganzen tag so bleiben!

dieser blick wird in ein paar jahren ganz anders aussehen, deshalb ist dieses bild ein erinnerungsfoto. links neben der gartenpforte steht ein wild aufgewachsener holunder, den ich im dezember beschnitten habe, damit er eher baumartig als strauchförmig wächst. rechts neben der pforte haben wir im letzten november einen purpurhasel gepflanzt, einen ganz kleinen. nach dem pflanzschnitt war er dann nochmal kleiner. eine dabei abgeschnittene, etwa fünfzig zentimeter lange rute hat der gartenherr einfach mit ins pflanzloch gesteckt. und siehe da: am strauch selbst und auch an dieser einzelnen rute zeigen sich jetzt schon dicke knospen! und in ein paar jahren werden sich holunder und purpurhasel über der gartenpforte begegnen und unsere gäste begrüßen...

Freitag, 20. März 2009

geburtstagsgartenessen


wir haben hier zwar eine richtige und gut ausgestattete küche, aber natürlich nicht so viel lust, sehr viel zeit im gartenhaus zu verbringen, wenn draußen die gartenarbeit ruft. also muß es schnell gehen, das essen, und gut vorzubereiten sein. für diese überraschungspäckchen schneidet man pro person einen feta-käse längs durch, legt beide hälften auf etwas olivenöl auf ein ausreichend großes stück alufolie. belegt wird heute mit roten zwiebeln, kirschtomaten, schwarzen oliven und kleingeschnittener paprika, bestreut mit kräutersalz von der freundin, pfeffer und noch einmal mit etwas olivenöl begossen. gut zusammenfalten, auf ein ofenblech legen. dort können die päckchen dann einige stunden warten, bis sie dreißig minuten vor eintreffen der gäste in den sehr heißen ofen kommen. dazu gibt es baguette vom lieblingsgartenstadtbäcker.

Donnerstag, 19. März 2009

sichtschutz für den kompost, zweiter anlauf


ich habe da eine idee für den garten! das ist mittlerweile ein geflügeltes wort bei uns am frühstückstisch, weil ich seltsamerweise morgens oft - ja, eben - eine idee für den garten habe. der verständnisvolle gartenherr grinst dann immer schon verständnisvoll, weiß zwar manchmal nicht, warum ich dann unbedingt diese idee zuerst umsetzen muß, macht aber verständnisvoll mit.

die idee für diesen sichtschutz vor dem alten und bald neuen komposteck beruht auf zwei einmeterfünfzig langen stücken von monierstahlstäben, die ich im letzten sommer auf dem alten hof der familie in niedersachsen abgestaubt habe. und auf meiner unzufriedenheit mit dem zinkregal, das wir letztes jahr dort aufgestellt hatten. dann fiel mir ein, daß ich auf dem hof vom bautischlerfreund viele, sehr viele und sehr lange stahlstäbe gesehen hatte. und da er ja immer freigiebig und hilfsbereit ist, sind wir heute als erstes zu ihm gefahren, er hat ein paar beherzte schnitte mit dem bolzenschneider gemacht, und ich hatte weitere vier stück.

in die erde gesteckt im abstand von etwa fünfzig zentimetern, leicht versetzt zueinander, so daß ungefähr fünf zentimeter platz zum befüllen blieb. befüllt wurde mit dem schnitt unserer forsythie, die wir im dezember stark ausgelichtet hatten. außerdem gab es noch ein großes bündel deutzien-ruten, die ich beim umpflanzen des strauches abgeschnitten hatte. ein paar längere holzruten kamen auch noch von den wild aufgewachsenen holundern hinter dem alten kompost.

das alles ist einfach hineingelegt, nicht geflochten. dabei haben wir die dicken enden jeweils an den außenseiten platziert, so daß in der mitte des sichtschutzes die dünnen enden quasi ineinandergreifen. wie man sieht, war all dieses holz nicht genug, um die gesamte höhe von circa 1,20 meter zu füllen. nicht schlimm, schnittholz wird es immer wieder geben. auf die spitzen der stäbe habe ich schneckenhäuser gesteckt, die sich in unserem garten in massen überall anfinden.

vor diesem sichtschutz soll dann irgendwann - vielleicht auch schon dieses jahr im herbst - ein staudenbeet entstehen. in dieser saison werde ich dort erst einmal kapuzinerkresse aussäen, um den sichtschutz zu beranken. jemand aus meinem gartenforum hat mir liebenswürdiger weise samen von rosa- und lachsfarben blühender kapuzinerkresse geschickt. gelb und orange sind ja hier bekanntlich nicht so erwünscht...
(foto vom 22.3.)

Mittwoch, 18. März 2009

crocus chrysanthus und die anderen


crocus chrysanthus soll es also sein, sagt das gartenforum, das sofort meinen blick fängt, als wir das erste mal nach zweieinhalb monaten den garten betreten. so ungewöhnlich klein und rundlich sind diese krokusblüten, daß ich erst beim nähertreten glaube, daß ich einen krokus sehe.

die schneeglückchen haben auf uns gewartet, sie stehen in voller blüte, einigen sieht man an, daß sie den höhepunkt überschritten haben. es gibt ein paar krokusse, die meisten lila, einige wenige in gelb. die helleborus niger blüht immer noch - die erste blüte war meiner mutter am 20. november 2008 aufgefallen; die pflanze ist jetzt also im vierten blühmonat! einige primeln zeigen schon erste farbe, und ein blausternchen hat sich in eine ritze in der terrasse gequetscht und scheint die zusätzliche wärme der steine zu genießen.

ein erster, tief hinabgebückter augenschein bringt erfreuliche neuigkeiten: so gut wie alle im letzten herbst gepflanzten stauden sind am leben! bei den meisten sind schon recht große triebe bzw. blätter zu sehen, bei einigen anderen sind die lebenszeichen so klein, daß ich sie tatsächlich zuerst übersehe. besonders freue ich mich über ein vergißmeinicht nahe am haus. ich hatte anfang des letzten mai einige pflanzen davon auf dem hiesigen markt gekauft und eingepflanzt. in der folgenden wochenlangen trockenheit sind sie natürlich sofort eingegangen. jetzt aber ist eines zurück, und ich würde es ja auch kaum glauben, würde da nicht ein holzstab mit der aufschrift "vergißmeinicht" direkt in der pflanze stecken....

Montag, 9. März 2009

schneeglückchen


meine freundin fährt in den garten und schickt mir anschließend ihre fotos, um mich zu trösten. es hat hier in letzter zeit zu viele traurige nachrichten gegeben... aber jetzt freue ich mich über die schneeglückchen, und ich freue mich über dieses neue wort für die kleinen blumen.

auf den anderen ansichten aus dem garten kann ich sehen, wo überall schneeglückchen auftauchen; es scheint, sie haben sich nach einer saison, die wir hier gebuddelt und gewerkelt haben, zum freien vagabundieren entschlossen. hoffentlich nicht zur flucht! ich kann mich erinnern, wie ich fast immer, wenn ich irgendwo im boden gewühlt habe, zwiebelchen in der hand hatte, die ich dann wieder schnell in die erde zurücklegte. neben die erschrockenen regenwürmer. wie es gerade kam. und ohne zu wissen, ob das jetzt ein schneeglückchen oder eine traubenhyazinthe oder was auch immer ist.

nun scheinen etliche beschlossen zu haben, daß es in der wiese sicherer für sie ist. und ich hoffe, daß wir noch welche sehen können, wenn wir nächste woche nach zweieinhalb monaten das erste mal wieder im garten sind. wartet auf mich!

Sonntag, 18. Januar 2009

von wegen winterschlaf


die floristenfreundin war bei uns im garten, hat schöne fotos gemacht, nach dem rechten gesehen (die minimaltemperatur im haus lag bei minus einem grad; unsere abläufe sind also nicht eingefroren!) und erstattet sofort bericht:

"habe dabei beide nachbarn getroffen. mein lieblingsbestatter fragte nach einer spitzhacke, die ich aber vergeblich bei euch suchte. er wollte ein grab für das verstorbene zwergkaninchen hacken... toller anblick! die andere gartenseite konnte aber mit einer hacke aushelfen."

Freitag, 2. Januar 2009

winterschlaf


wir hatten während unseres aufenthaltes auf schnee gehofft, aber es gab nur ein wenig rauhreif die ganze zeit. nun, kurz vor unserer abreise, beginnt es zu schneien. während wir das wasser aus den strängen laufen lassen (den spülkasten nicht vergessen!), frostschutzmittel in die verschiedenen abläufe füllen, das kellerfenster zusätzlich etwas abdichten, die kellertür schließen, damit die wärme dort unten bleibt und den wasseranschluß frostfrei hält, die betten abziehen, das bettzeug in staubsicheren taschen einlagern, jedes feuchte handtuch und jeden feuchten lappen einpacken und die ganze zeit lüften, um so viel feuchtigkeit wie möglich aus dem haus zu bekommen, legt sich eine feine weiße schicht auf gartenhaus und garten.

der letzte handgriff vor dem zuschließen geht zum hauptschalter: haus aus. einen guten winterschlaf!